Menstruieren mal anders…

Period Stain Lili M
© Lili Murphy-Johnson

Wir haben uns alle schon mal über unsere Regel beklagt. Als jemand der monatlich an echt starken Regelschmerzen leidet, würde ich sagen, nicht zu unrecht. Wir wissen aber auch, dass Menstruation eigentlich etwas Gutes, Gesundes und Natürliches ist. Sich selbst davon zu überzeugen, wenn man gerade von Krämpfen geschüttelt auf dem Sofa liegt, ist allerdings nicht einfach. Aber ganz nach dem Motto: “Schlimmer geht immer”, habe ich, um mich zu trösten, das weite Internet durchforstet und gegoogelt, wie Menstruation sonst noch ablaufen könnte.  

1. Menstruieren wie die Mäuse

Maus Menstruation

Stell dir vor, wir hätten einen Menstruationszyklus, wie Mäuse ihn haben. Bei den Nagern startet der Zyklus alle fünf Tage neu. Das wäre definitiv stressiger als der Zyklus des Menschen. Wenn ich mir das für mich vorstelle: Ich wäre nach einer überstandenen Periode montags in Hochstimmung, Dienstags würde sich schon die schlechte Laune anbahnen, der Mittwoch wäre durch den Eisprung und die damit einhergehende depressive Tiefstimmung verdorben, der Donnerstag schon wieder mit Krämpfen garniert und am Freitag müsste ich schon wieder die Menstruationstasse auspacken. Da ist mir doch der Monatszyklus so wie ich ihn bisher kenne lieber…

Übrigens gibt es neben zahlreichen anderen Tieren wie Schafen, die einen kürzeren Zyklus (dafür aber in den meisten Fällen auch keine Blutung) haben, auch Tiere, die in die andere Richtung Rekorde aufstellen: Bei Elefanten zum Beispiel dauert ein Zyklus drei bis vier Monate. Wenn sich das nicht entspannt anhört – allerdings haben die Armen aufgrund ihrer Körpergröße dann auch zwei Jahre lange Schwangerschaften und bis zu hundert Kilo schwere Geburtsgewichte auszuhalten. Ein Hoch auf die ledrige Elefantenhaut; man stelle sich das zuweilen schwache weibliche Bindegewebe nach einer zweijährigen Schwangerschaft vor…

 

2. Menstruation als einmaliges Event

Stell‘ dir vor, dein Körper würde nicht schön geregelt alle 23 bis 35 Tage nach und nach ein Ei loswerden wollen, sondern mal eben beschließen, alle auf einmal rauszuhauen – ojemine. Stell‘ dir nur die extreme körperliche Erschöpfung vor, wenn schon ein Ei einer Frau soviel Hormon-Chaos und Energie rauben kann. Also heißt es wohl, doch mal einfach dankbar für das gut durchdachte Zyklussystem zu sein.

 

3. Wenn Männer menstruieren würden…

Ja, was wäre denn eigentlich wenn Männer die Periode bekommen würden? Welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft haben könnte, hat sich schon Gloria Steinem überlegt – ein sehr lesenswerter, kluger und lustiger Artikel.

 

4. Wenn die Gebärmutter nicht da ist, wo sie jetzt ist

Oder stell dir einfach vor, die Gebärmutter würde nicht unauffällig zwischen den Beinen sitzen, sondern zum Beispiel – unter den Achseln? Zwei Binden, Tampons oder Ruby Cups die ganze Zeit unter die Arme zu klemmen, ist definitiv nicht besonders komfortabel. Auch die Wärmflasche ist einfach schöner auf dem Bauch zu platzieren als anderswo.

 

5. Wie es wäre, gar kein Menstruationsprodukt zu haben

Unsafe materials girls have to use instead of tampons and pads
Viele Mädchen verwenden trockene Baumrinde, Sand oder altes Zeitungspapier als Ersatz für Binden. 

Dieses Szenario ist leider nicht ausgedacht. In Kenia können sich tatsächlich 65% der Frauen keine Hygieneartikel leisten. Und ohne Tampon, Binde oder Menstruationstasse ist das alltägliche Leben mit großem dunklen Blutfleck im Schritt schwer ohne Schamgefühl zu bewältigen. Da aber die Menstruation in so vielen Kulturen noch als Tabu oder noch schlimmer, als unrein gilt, sehen viele Mädchen keine andere Möglichkeit als während ihrer Regel zu Hause zu bleiben und versäumen Monat für Monat wertvolle Unterrichtsstunden.

Aufgrund dieser gesellschaftlichen Tabus und schlechter Versorgung von Menstruationsartikeln kann einem die gewöhnliche Monatsblutung, wie Mutter Natur sie vorgesehen hat, noch sehr viel unangenehmere Auswirkungen bescheren als auf uns in der westlichen Gesellschaften. Wir können uns zumindest bei allen auftretenden Problemen sicher sein, auf Hilfe wie zB Schmerzmittel gegen schlimme Regelschmerzen oder ein Menstruationsprodukt aus der nächsten Drogerie, zurückgreifen zu können. 

Es wäre doch schön, wenn alle Menschen weltweit mit einem Schmunzeln auf ihre Periode und ihre Auswirkungen blicken könnten – und der Körper, so wie er nun mal funktioniert,  keine essentiellen Probleme auslöst.

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